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Die besten Brillen für deine Gesichtsform und Haarfarbe : Was jede Frau wissen sollte
Brillen sollen hauptsächlich dafür sorgen, dass der Träger besser sieht und ein Sehfehler ausgeglichen wird. Sie sollten jedoch auch zum Träger passen. Dafür muss die Brille passend zu Haarfarbe, Frisur und Gesichtsform ausgewählt werden.
geschrieben von Moritz Wettstein am 17. Mai 2020 und geprüft von Optikermeister Hans-Peter Platten
Nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Experten geprüft.

Eine Brille muss ihrem Träger gefallen, darf nicht unangenehm drücken und muss eine optimale Sicht ermöglichen. Die Entscheidung nach der passenden Brille trifft daher jeder Brillenträger individuell. Die Wahl der passenden Brille trifft daher jeder. Welche Brille passt zu Dir? Wir liefern Antworten.

Welche Gesichtsformen gibt es?

Gesichtsformen werden grundlegend in fünf Arten unterschieden:

  • oval
  • rund
  • rechteckig
  • dreieckig/ herzförmig
  • quadratisch

Generell gilt hierbei, dass sich Gegensätze anziehen und ausgleichen. Zu eckigen Gesichtsformen passen daher geschwungene Modelle. Bei runden und ovalen Gesichtsformen sind hingegen eckige Gestelle die bessere Wahl.

Das Problem hierbei ist, dass die Gesichtsform meistens eine Mischform darstellt. So kann beispielsweise eine eckige Stirn in einem ovalen oder runden Kinn münden. Die beste Wahl für dieses Beispiel wäre demnach ein oben leicht abgerundetes Gestell, das in der unteren Hälfte eckig gehalten ist.

Bei runder Stirn und eckigem Kinn ist das Gegenteil der Fall. Ein nach oben gerade abschließendes Gestell und nach unten geschwungen geformte Gläser sind hier die bessere Wahl.

Brillengestell und Frisur – was passt zusammen?

Hier gilt: Je kürzer, strenger oder unauffälliger die Frisur ist, desto stärker fällt das Brillengestell auf. Wer einen insgesamt dezenten Auftritt anstrebt, sollte sich also für ein unauffälliges Gestell entscheiden. Extravagantere Rahmen sind aber ebenfalls möglich.

Bei mittellangem, offenem Haar tritt das Brillengestell mehr in den Hintergrund. Dadurch darf der Rahmen etwas auffälliger sein.

Bei langem Haar und voluminösen Frisuren zieht das Haar viel Aufmerksamkeit auf sich. Daher sollte das Brillengestell dezent sein. Langes, lockiges Haar und eine auffälliges Brillengestell können die Gesichtszüge regelrecht erschlagen. Daher gilt generell:

Je auffälliger die Friseur ist, desto dezenter sollte das Brillengestell sein.

Brillenfarbe und Haarfarbe – was passt zusammen?

Ob hell oder dunkel: Haarfarben können grundlegend in warme und kühle Töne eingeteilt werden. Zwischen Haarfarbe, Hautton und Farbe des Brillengestells sollte Harmonie herrschen.

Warme Töne wie Goldblond oder einem warmen Rotbraun passen wunderbar zu Gold, Bronze, Kupfer, Pfirsich und Khaki. Kühle Farbtöne, wie Weißblond, Grau und Blauschwarz werden durch Schwarz, Silber, Blau-Grau, Violett oder Pink angenehm betont.

Auch wenn einige Quellen anderes behaupten, sollte der jeweilige Haut- und Haarton (warm oder kühl) im Vordergrund stehen. Denn hierdurch wird die Auswahl deutlich vereinfacht. Ein schwarzer Rahmen kann ebenso zu grauem wie zu blondem oder brünettem Haar passen – solange der Haut- und Haarton kühl ist. Die Harmonie zwischen Haarfarbe und Farbe des Gestells ist entscheidend.

Tipp: Wer sich unsicher ist, welche Farben passen könnten, kann eine Farbskala neben das eigene Gesicht halten. Ob kühles Pink oder warmes Rot besser passen, lässt sich so sehr einfach feststellen.

Wichtigster Faktor: Das eigene Wohlbefinden

Auch wenn der Optiker vehement das extravagante Brillengestell mit dem bunten Rahmen empfiehlt – am wichtigsten ist das eigene Wohlbefinden und die eigene Zufriedenheit. Daher sollten die folgenden Schritte berücksichtigt werden:

1. Ob Lesebrille oder Gleitsichtbrille – bei allen Brillenarten ist eine gute Sicht die Hauptsache. Die Funktionalität und der Komfort sollten immer an erster Stelle stehen. Daher sollten die Brillengläser so groß wie möglich und so klein wie nötig sein.

2. Das Gestell sollte von vorn betrachtet so breit wie das Gesicht sein. Breitere Gestelle stellen die Gesichtszüge in den Hintergrund. Kleinere Gestelle können verloren wirken und dem Gesicht einen sehr ernsten Ausdruck verleihen. Zudem wird bei sehr kleinen Gläsern das Sichtfeld enorm eingeschränkt.

3. Ist die passende Größe gefunden, sollten Fotos gemacht werden. Mattes oder glänzendes Silber? Bronze oder Kupfer? Auf Fotos festgehalten bieten die Aufnahmen auch noch Tage später eine Orientierung.

4. Sich selbst Zeit lassen! Das Brillengestell wird im Normalfall jahrelang täglich getragen. Es muss zu verschiedenen Outfits passen und sowohl im beruflichen, als auch privaten Umfeld einen guten Eindruck hinterlassen. Von dem Rahmen wird also einiges verlangt. Eine überstürzte Entscheidung könnte daher sehr lange bereut werden.

Wenn die Entscheidung sehr schwerfällt, können die folgenden Tipps helfen:

  • verschiedene Frisuren: Lang und offen, streng als Pferdeschwanz, mit offenem Pony, gelockt oder glatt – es ist sinnvoll, das Brillengestell mit verschiedenen Frisuren zu testen.
  • Make-up variieren: Ohne Make-up, mit Party-Look oder dezenten Kosmetika – auch eine Variation des Make-ups kann Aufschluss bringen.
  • Outfits: Passt das Brillengestell zur Garderobe? Auch hier können wiederum Fotos mit wechselnden Oberteilen Aufschluss bringen.
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