Brillen > Brillenratgeber
Leicht erklärt: Brillenfinanzierung
Je nach Art und Ausstattung kann der Gesamtpreis einer Brille variieren. Viele Brillenverkäufer bieten daher eine Finanzierung der Brillen an – doch ist das sinnvoll oder einfach nur Abzocke?
geschrieben von Moritz Wettstein am 17. Mai 2020 und geprüft von Optikermeister Hans-Peter Platten
Nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Experten geprüft.
Leicht erklärt: Brillenfinanzierung

Der Preis für eine Gleitsichtbrille mit verschiedenen Beschichtungen kann durchaus einen halben Monatslohn betragen. Da wirkt eine Brillenfinanzierung durchaus verlockend. Optiker werben oftmals mit einer 0%-Finanzierung und einer langen Laufzeit. Doch ist dieses Angebot wirklich so gut wie es scheint? Worauf ist zu achten?

Was ist eine Brillenfinanzierung?

Bei der Brillenfinanzierung handelt es sich um eine Ratenzahlung für Brillen. Die Brille wird dabei nicht sofort bei Erhalt komplett bezahlt, sondern über monatliche Raten abbezahlt.

Wofür wird eine Brillenfinanzierung benötigt?

Die Preise für Brillen – sowohl für Gläser als auch für Fassungen – können je nach Ausführung stark variieren. Eine einfache Einstärkenbrille ohne Beschichtungen auf den Gläsern ist beim Optiker bereits für weniger als 100 Euro erhältlich. Für ein Designergestell oder aufwendig bearbeitete Gläser können hingegen über 1.000 Euro fällig werden.

Derartige Preise müssen Brillenträger für eine hochwertige Gleitsichtbrillen einplanen. Der hohe Preis wird jedoch durch die Vorteile gerechtfertigt, die mit einer solchen Brille einhergehen. Oft sind günstige Lösungen mit Einschränkungen zu Lasten der Sehleistung oder des Tragekomforts verbunden. Beispielsweise können Brillengläser ohne Entspiegelungen die Augen stark anstrengen und zu schneller Ermüdung führen.

Die Brillenfinanzierung kann Brillenträgern den Kauf einer hochwertigen Brille ermöglichen.

Welche verschiedenen Arten der Finanzierung gibt es?

Grundsätzlich kann die Brillenfinanzierung hinsichtlich der Laufzeit und dem Zinssatz unterschieden werden.
Die Laufzeiten liegen in der Regel zwischen 6 und 36 Monaten.

Ähnlich groß ist das Spektrum der verlangten Zinsen. Gelegentlich werden bei Optikern Brillenfinanzierungen mit 0% Zinsen angeboten. Dabei wird der Kaufpreis der Brille ohne Zinsaufschlag abbezahlt.

Ein weiterer Unterschied existiert bei der Finanzierungssumme: Einige Anbieter ermöglichen die Finanzierung bereits ab 100 Euro, andere bieten diesen Service erst ab höheren Beträgen an.

Welche Faktoren sind bei der Brillenfinanzierung ausschlaggebend?

  • Laufzeit: Für eine Gleitsichtbrille mit einem Kaufpreis von 1.000 Euro nicht einmal 30 Euro monatlich bezahlen? Bei einer Finanzierungslaufzeit von 36 Monaten ist das möglich. Allerdings gehört die Brille erst nach drei Jahren wirklich dem Träger. Dieser Umstand wird besonders dann problematisch, wenn während der Finanzierungslaufzeit bereits eine neue Sehhilfe notwendig wird. Folglich sollten bei einer Brillenfinanzierung möglichst kurze Laufzeiten angestrebt werden.
  • Zinsen: Einige Optiker und andere Anbieter von Brillenfinanzierungen bieten eine 0%-Finanzierung an. Es müssen also keine Zinsen gezahlt werden und der Kaufpreis der Brille wird nicht durch die Ratenzahlung erhöht. Generell sollte auf möglichst geringe Zinsen geachtet werden.
  • Bonität: Die Voraussetzung für den Erhalt einer Brillenfinanzierung ist die gute Bonität. Hiervon kann auch der Zinssatz abhängen, zu dem die Finanzierung abgeschlossen wird.

Bei der Finanzierung von Brillen gilt grundsätzlich: Das Vergleichen lohnt sich! Durch einen Kostenvoranschlag beim Optiker kann die erforderliche Summe in Erfahrung gebracht werden. Anschließend können ganz spezifisch verschiedene Anbieter der Brillenfinanzierung miteinander verglichen werden, um das beste Angebot zu finden.

Wer bietet die Brillenfinanzierung an?

Optiker, aber auch Banken und private Anbieter können die Brillenfinanzierung anbieten. Eine Suche im Internet bietet eine große Auswahl von Anbietern.

Gefällt dir der Artikel?