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Meine Sportbrille
Sportbrillen sorgen für eine klare Sicht beim Sport. Sie schützen das Auge vor äußeren Einwirkungen und können gleichzeitig eine Fehlsichtigkeit korrigieren. Damit sind sie der perfekte Begleiter beim Wandern, Klettern, Radfahren und vielem mehr.
geschrieben von Moritz Wettstein am 17. Mai 2020 und geprüft von Optikermeister Hans-Peter Platten
Nach höchsten wissenschaftlichen Standards verfasst und von Experten geprüft.

Besonders bei Outdoorsportarten beeinträchtigen Regen, Wind und Sonneneinstrahlung das Sehen. Außerdem kann die Alltagsbrille beim Sport nicht verwendet werden, weil sie beim Herunterfallen zerbrechen würde. Stattdessen können Sportbrillen getragen werden. Die stabilen Sehhilfen sorgen für den optimalen Durchblick beim Sport und korrigieren bei Bedarf sogar die Sehstärke.

Was ist eine Sportbrille und wozu wird sie verwendet?

Eine Sportbrille ist im eigentlichen Sinne eine Sehhilfe, die auf das Tragen beim Sport ausgelegt ist. Häufig wird der Begriff „Sportbrille“ aber auch synonym für Sportsonnenbrillen ohne Stärke verwendet.

Beiden Varianten ist gemein, dass sie aus Kunststoff gefertigt sind, stoßfest und bruchsicher sind und nicht splittern. Sollte es also zu einem Schlag, Stoß oder Sturz kommen, sind die Augen und das Gesicht nicht in Gefahr, durch zersplitternde Gläser verletzt zu werden. Zugleich bieten die Sportbrillen aber auch einen Schutz vor Zugluft, Staub und Regen. Bei Sportsonnenbrillen kommt noch der Schutz vor blendendem Licht und UV-Strahlung hinzu.

Damit die speziellen Brillen nicht durch Schweiß beschlagen, müssen sie über ein entsprechendes Belüftungssystem verfügen. Hinzu kommt noch, dass sie gegebenenfalls unter einem Helm getragen werden und daher nicht drücken dürfen. Dennoch müssen sie sicher auf der Nase und den Ohren sitzen. Sportbrillen müssen einen festen Halt haben und dürfen auch bei schnellen Kopfbewegungen nicht verrutschen.

Eine normale Sonnenbrille oder Brillen zum Ausgleich von Kurz- oder Weitsichtigkeit können diese Anforderungen nicht erfüllen. Sportbrillen weisen hingegen ein spezielles Design auf, welche sie die notwendigen Eigenschaften mitbringen. Es ist daher sowohl für Freizeitsportler als auch Profi-Sportler sinnvoll, in eine entsprechende Sportbrille oder Sportsonnenbrille zu investieren. Die Augen werden geschützt, die Sicht bleibt klar und die sportliche Aktivität wird nicht eingeschränkt.

Sportbrille oder Sportsonnenbrille: Welche Brille ist in welchen Situationen nützlich?

Ebenso wie bei einer normalen Brille zum Ausgleich einer Sehschwäche sind Sportbrillen mit ungetönten Gläsern dann sinnvoll, wenn der Sport in einer Sport- oder Schwimmhalle stattfindet. Hier bieten die Brillen den nötigen Schutz vor Staub, Schmutz und Schweiß sowie Chlorwasser. Ein Schutz vor UV-Strahlung ist jedoch nicht notwendig, wenn der Sport nicht im Freien ausgeübt wird.

Sportbrillen reichen jedoch nicht aus, wenn das Training hauptsächlich im Freien stattfindet. Hier wird ein zusätzlicher Schutz gegen UV-Strahlung benötigt. Eine Sportsonnenbrille sollte daher zur Ausstattung gehören.

Wird der Sport sowohl drinnen als auch mal draußen ausgeübt, sollten sowohl eine Sportbrille mit ungetönten Gläsern als auch eine Sportsonnenbrille zur Ausstattung gehören.

Kann ich eine Sportbrille mit eigener Sehstärke bekommen?

Die Anfertigung einer individuellen Sportbrille ist möglich und zudem empfehlenswert, damit die Sehschärfe auch beim Sport vorhanden ist. Der sportliche Erfolg und die eigene Sicherheit hängen schließlich entscheidend davon ab, dass die Umgebung klar wahrgenommen werden kann und Entfernungen richtig abgeschätzt werden.

Welche unterschiedlichen Gläser und Extras sind bei Sportbrillengläsern möglich?

Da Sportbrillen besonderen Anforderungen genügen müssen, sollte bei der Auswahl auf die entsprechende Ausstattung geachtet werden. Möglich und sinnvoll sind die folgenden Eigenschaften und Extras:

  • Optische Abbildungsqualität: Eine hohe optische Abbildungsqualität ohne Verzerrungen ist wichtig, um die Umgebung bei schnellen Bewegungen richtig einschätzen zu können.
  • Bruchfestigkeit: Weder Gläser noch Rahmen dürfen splittern, weil dadurch eine hohe Verletzungsgefahr entstehen würde.
  • Gewicht: Eine schwere Brille kann beim Sport schnell unangenehm werden. Zudem neigt sie schneller zum Rutschen.
  • UV-Schutz: Für den Outdoor-Bereich sollten die Brillengläser über einen 100%-igen UV-Schutz verfügen.
  • Hartschicht: Bei schnellen Bewegungen kommt es schneller zu Schäden, wie Kratzern, auf den Brillengläsern. Die Hartschicht reduziert das Risiko dafür.
  • Anti-Schmutz-Beschichtung: Regen und Schweiß perlen durch diese Beschichtung einfacher von den Gläsern ab.
  • Entspiegelung: Für blendfreie Sicht beim Sport ist eine Vollentspiegelung sinnvoll. Dabei werden die Vorder- und die Rückseite der Gläser entspiegelt, sodass ein störungsfreieres und ermüdungsfreieres Sehen möglich wird. Bei schnellen Bewegungen während des Sports sorgt die Reduzierung von blendenden Lichtpunkten zudem für mehr Sicherheit.
  • Anti-Beschlag-Beschichtung: Wer Sport treibt kommt ins Schwitzen und wer als Brillenträger schwitzt, muss schnell mit beschlagenen Gläsern kämpfen. Die Anti-Beschlag-Beschichtung kann das verhindern.
  • Passende Tönung: Für den Sport in der Halle ist eine Tönung nicht unbedingt erforderlich, im Freien kann sie aber durchaus sinnvoll sein. Braune und graue Tönungen sind gut für den Fahrsport geeignet. Orange und rote Tönungen erhöhen den Kontrast und sind damit gut für das Wandern und Klettern geeignet. Gelbe Tönungen wirken aufhellend und verstärken Kontraste, weswegen sie sich für schlechte Lichtverhältnisse eignen.
  • Verlaufstönung: Oben dunkel getönt und nach unten immer heller werdend – diese Verlaufstönung sieht vielleicht eher wie eine modische Vorliebe aus, ist aber durchaus praktisch. Die dunklere Tönung am oberen Brillenrand ermöglicht blendfreies Sehen auch bei stärkerer Sonneneinstrahlung. Die hellere Tönung am unteren Glasrand bietet kontrastreicheres Sehen auf den Boden.

Wann ist es sinnvoll eine Sportbrille mit einer Kontaktlinse zu kombinieren?

Eine Alternative zur Sportbrille mit integrierter Stärke kann die Kombination aus Kontaktlinsen und einer Sportbrille ohne Stärke sein. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn mehrere verschiedene Sportarten ausgeübt und somit auch verschiedene Sportbrillen benötigt werden.

Die Sportbrillen ohne Stärke sind günstiger und einfacher anzupassen. Zudem muss auf diese Weise keine Gewöhnung an verschiedene Brillen erfolgen, da die Kontaktlinsen die Sehschwäche ausgleichen.

Empfehlenswert ist die Kombination auch dann, wenn ohnehin Kontaktlinsen beim Sport getragen werden und die Sportbrille somit hauptsächlich als Schutz verwendet wird.

Was muss beim Kauf einer Sportbrille beachtet werden?

In erster Linie muss darauf geachtet werden, dass sie zu der Sportart passt. Für das Skifahren sind andere Modelle erforderlich, als zum Schwimmen oder für Ballsportarten. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Umgebung. Danach richtet sich, ob die Gläser getönt oder ungetönt sein sollen. Außerdem muss beachtet werden, dass die Brille gut passt und angenehm im Tragegefühl ist. Schnelle Bewegungen und Schwitzen dürfen nicht zum Wackeln oder Verrutschen führen.
Gegebenenfalls muss die Sportbrille auch unter einem Helm getragen werden. Hierbei ist wichtig, dass die Bügel keinen Druck ausüben, da es hierdurch schnell zu sehr schmerzhaften Druckstellen kommen kann.

Eine umfassende und individuelle Beratung beim Optiker, sowie eine professionelle Anpassung sind entscheidend, um die richtige Sportbrille oder Sportsonnenbrille zu finden.

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